Lloret de Mar

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Llorets kulturelles Vermächtnis entdecken

Llorets kulturelles Vermächtnis entdeckenDas kulturelle und natürliche Vermächtnis von Lloret ist außergewöhnlich reich und wird bislang noch kaum besucht. Das Offene Museum Lloret (MOLL) ist ein Aktionsprogramm, mit dem das kulturelle Vermächtnis der Stadt entsprechend aufgewertet und den Besuchern zur Besichtigung zur Verfügung gestellt werden soll. Die Initiative versucht hierbei, den geschlossenen Rahmen eines herkömmlichen Museums hinter sich zu lassen. Vielmehr sollen die verschiedenen Elemente in steter Bewegung und Wandlung in einem großen, offenen und von Menschen bewohnten Freiluftmuseum in Form von Museen, Routen, historischen Gebäuden, Wanderwegen usw. zusammengebracht werden.

Die Ursprünge der Stadt Lloret

Lloret im Zeichen des Mittelalters

Lloret von Gotische aus Barroque

Das Lloret der indianos

Lloret im Zeichen des Jugendstils

Gartenanlage Santa Clotilde

Die Gärten von Santa Clotilde (1919)

 
   
 

Name:

Gartenanlage Santa Clotilde (1919)

Adresse:

Paratge de Santa Clotilde

Öffnungszeiten:

Von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr

Führungen für Gruppen mit ticket am samstag und sonntag um 10:30 Uhr

Montag geschlossen.

Letzte eingang 45 min vor geschlossen Uhr.

Preis:

4 Euros   Ermäßigt: 2 Euros

Wanderung:

Weg 1

Beschreibung:

Dieser wundervolle Park wurde inmitten einer bezaubernden Landschaft angelegt, direkt an der Steilküste, mit einem beeindruckenden Blick auf das Meer. Er ist ein überaus anschauliches Beispiel für den Geist der "Noucentisme"-Bewegung in Katalonien, dessen herausragendster Vertreter Eugeni d'Ors war.

 

Die Gärten von Santa Clotilde wurden nach Art der Gärten der italienischen Renaissance angelegt, sanft und gleichzeitig von einer gewissen Nüchternheit geprägt. Ihr Schöpfer, Nicolau Rubió i Tuduri, war gerade achtundzwanzig Jahre alt und voller Bewunderung für seinen Lehrmeister in der Gartenkunst, Forestier. In diesen Gärten wendet sich Rubió von den spanisch-arabischen Stilelementen im Rahmen eines französischen Gartens ab, die ihm sein Lehrer Forestier im Verlauf der Zusammenarbeit bei den Gärten des Montjuïc beigebracht hatte, und entschließt sich für eine Wiederbelebung des Geistes der italienischen Renaissance als Essenz der Moderne.

 

Es war die Zeit des Erblühens eines neuen Bürgertums, welches sehnsüchtig auf das Ansehen der Mäzene in der Renaissancezeit zurückblickte. In der Gärten von Santa Clotilde gelang eine perfekte Symbiose zwischen den Wünschen des Auftraggebers (dem Marqués de Roviralta) und dem Sachverstand des Künstlers. Dadurch entstand eine lebendige und belebende Dialektik zwischen diesen beiden Persönlichkeiten, die die Schaffung dieses Kunstwerks begünstigte. Da die Gärten glücklicherweise in tadellosem Zustand erhalten geblieben sind, kann man heute noch die Symmetrien, die Verdichtung der visuellen Perspektive und die Anordnung der Springbrunnen bewundern, die für einen italienischen Garten des Seicento bezeichnend sind.

 

Der Park erhält dadurch eine formelle Eigenständigkeit im Hinblick auf die ihn umgebende Landschaft, und er läßt bereits erkennen, was eine Konstante im weiteren Schaffen von Rubió werden sollte: die harmonische Eingliederung des Parks in die Natur. Trotz der uneingeschränkten Eigenständigkeit der Formensprache des Parks verschmelzen manche Baumgruppen oder auch Baumreihen, die als eine Art Vorhang wirken, mit der Landschaft, die den Park umgibt; die klar markierten und streng geradlinig gehaltenen visuellen Achsen führen zu bestimmten Stellen im Park hin, die von besonderem Interesse sind, und werden von Zierelementen abgeschlossen, etwa Skulpturen oder kleinen Springbrunnen, die gewissermaßen die Gleichförmigkeit der Linienführung durchbrechen.

 

Einander überlagernde Terrassen, sich kreuzende Wege, Absätze und Treppen bilden den Grundriß des Parks. Das Wasser ist hier allgegenwärtig. Stilles Wasser im Teich des Nymphäums, sprudelndes Wasser in den zahlreichen Springbrunnen und an den vielen Wasserspendern, die eine schier endlose Regengallerie bilden. Und im Hintergrund das Meer, das eine Landschaft mit unverkennbar marinem Geschmack einfaßt.
Im Park findet man Elemente, die ihren Ursprung in der Villa Medici, der Villa Borghese oder auch den Bóboli-Gärten haben. Florenz war die Quelle der Inspirationen.

 

Der Geist der Romantik ist im ganzen Park gegenwärtig und kommt in der Marmorbüste inmitten der wildwachsenden Weinreben zum Ausdruck, die auf das Meer hinausblickt, dem Betrachter aber den Rücken zuwendet. Eine weitere köstliche Parodie dieses romantischen Gefühls des Eintauchens in die Natur, das eher an Leopardi erinnert als an seinen Lehrer C.D. Friedrich. In diesem Park, mit dem noch vor dem Bau des Hauses begonnen wurde, fällt eine Kollektion von Skulpturen im neoklassischen Stil auf, ebenso wie die Fliesenkollektion von Xavier Nogués mit Motiven aus Lloret und die Sirenenstatuen der Bildhauerin Maria Llimona.

 

Josep Pla erklärt in seinem "Guía de la Costa Brava" (Costa-Brava-Führer) ohne jede Umschweife: die große, von majestätischen Zypressen flankierte Freitreppe, die auf die Landspitze von de Santa Cristina ausgerichtet ist, ruft einen unvergeßlichen Eindruck hervor und bildet einen der schönsten Momente der ganzen Küste.

 

Lloret und seine Einsiedlerkapellen

Aussichtspunkte

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