Lloret de Mar

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Die Wälder und das Hinterland von Lloret

Um den ganzen natürlichen Reichtum von Lloret de Mar erfassen zu können, muss man das Objektiv etwas erweitern und den Blick auf das umliegende Land im Verwaltungsbezirk Selva richten. Hier stoßen wir als Folge der so ungleichen orografischen Gestaltung auf die unterschiedlichsten Landschaften: der der Küste vorgelagerte Mittelgebirgszug zwischen Montseny und El Far, das sich anschließende Flachland und schließlich die Berge an der Küste, in die Lloret eingebettet ist.

Diese die Küste begleitenden Berge bestehen im Wesentlichen aus Eruptivgestein und sind von Verwerfungen durchzogen, die dem Küstenstrich seine wilde, abrupte Gestaltung verleihen. Vieles deutet jedoch auch darauf hin, dass diese Gegend vor tausenden Jahren einmal vom Meer überschwemmt war.
Als Folge eines mäßigen, eher feuchten Klimas und der Schutzfunktion der die kalten Nordwinde fernhaltenden Pyrenäen besitzt der Landstrich eine außerordentlich reiche, wissenschaftlich und ästhetisch wertvolle Vegetation, die durch die lauen Ostwinde, die ja oft auch Regen bringen, ganz besonders begünstigt wird.

Die Stein und Korkeichenwälder des Flachlands weichen mit nahender Küste immer mehr den von Menschenhand angepflanzten Kastanien, kanarischen Eichen und Flaumeichen.

An der Küste selbst wird dies alles dann zu einer verführerischen Mischung der verschiedensten Düfte. Wir stehen hier vor einer Landschaft, die man nicht nur sehen, sondern auch riechen kann. Der herbe Geruch von Meer und Pinien vermengt sich mit dem würzigen Aroma von Myrte, Heidekraut und Zistrosen.

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