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| Name: | Sant Pere del Bosc (1694) |
| Adresse: | Paratge de Sant Pere del Bosc |
| Öffnungszeiten: | - |
| Preis: | - |
| Wanderung: | |
| Beschreibung: | Die 5 Kilometer vom Ortskern entfernte Kirche gehörte ursprünglich der Fischerzunft. Sie stammt aus dem 10. Jahrhundert und besitzt eine kleine, der Mare de Déu de Gràcia geweihte Kapelle. Ihr Besitzer, der katalanische Amerikarückwanderer Nicolau Font i Maig, ließ die kleine Kapelle errichten und veranlaßte auch die umfangreichen Restaurierungs- und Verschönerungsarbeiten, wobei das Kreuz und der Engel herausragen. Als Hommage für Nicolau Font i Maig wurde 1911 seine Marmorstatue vor dem Sanktuar aufgestellt.
Die ursprüngliche Wallfahrtskirche hieß Sant Pere Salou. Es heißt, das zugehörige Kloster sei bis zu seiner Brandschatzung durch die französischen Invasoren im Jahre 1694 von Angehörigen des Benediktinerordens bewohnt gewesen. Diese Gemeinschaft zog damals nach Sant Pere de Galligens um, und das Kloster wurde geschlossen. Die Marienfigur wurde in die Pfarrkirche überführt, wo die Gläubigen sie noch heute verehren. 1789 wurde die zuvor gotische Wallfahrtskirche im barocken Stil wiedererrichtet. Die Glanzzeit von Sant Pere begann allerdings erst im Jahre 1860, als Nicolau Font i Maig, der "Graf von Jaruco", die Kapelle und die zugehörigen Ländereien erwarb. La Verge de Gràcia wurde zu dem, was es noch heute ist: der herausragende Herrensitz von Lloret.
Font i Maig konnte die Messe durch eine Jalousie über dem Hochaltar hören, ohne sich aus seinem Bett zu erheben. In der Krypta der Kapelle ruhen in Marmorgräbern die sterblichen Überreste der Mitglieder seiner Familie. Die Feierlichkeiten zum ersten Mai, an dem der Wallfahrtskirche seit 1703 gedacht wird, sind zu einer populären Tradition geworden. Der Abstand zum Ort ist groß, und die Leute bereiten sich bereits am Vorabend auf den Aufstieg nach Nostra Senyora de Gràcia vor, wo sie den ganzen Tag verbringen werden. Nach der feierlichen Messe zieht man in einer Prozession zum Kreuz, wo ein Prediger inmitten des Waldes zu den Gläubigen spricht. Dann stimmt der Chor der Töchter Marias den Lobgesang auf das Kreuz von Pfarrer Cinto Verdaguer zur Musik von Meister Candi an, und das Anwesenden singen die Weise "Cruz sagrada, cruz amada de nuestro corazón".
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